History Hier etwas zur Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Gleschendorf...
Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Gleschendorf geht auf den 24. April 1883 zurück. Während einer Kommunenversammlung (Dorfschaftsversammlung) wurde auf Anregung des Bauernvogtes Wiggers die Frage besprochen, ob es nicht möglich sei, in Gleschendorf eine Freiwillige Feuerwehr zu bilden. Als Anlass für diese Aussprache führte das Protokoll wiederholte Bränder in den Nachbarorten Sarkwitz und Wulfsdorf an. Die Reaktion der Versammlungs- teilnehmer muss so positiv gewesen sein, das am gleichen Tage ein "Comite" gebildet wurde, das die Vorarbeiten zu der eventuellen Bildung der Freiwilligen Feuerwehr übernehmen sollte. Dem "Comite" gehörten an: Dr. Gildemeister, Huber E. Pump und Zigarrenfabrikant E. Wulf. Die drei Herren machten sich in der folgenden Zeit in Ahrensbök und in Eutin mit der Organisation der in den Dörfern schon existierenden Freiwilligen Feuerwehr bekannt. Gleichzeitig übernahmen sie gleizeitig die Werbung. Daneben wurden öffentlich Listen ausgelegt, in die sich Interessierte eintragen konnten. Nach dem sich das "Comite" davon überzeugt hatte, das in Gleschendorf die erforderliche Anzahl an "aktiven" Feuerwehleuten vorhanden sei, berief sich auf den 18 Mai 1883 zunächst diejenigen, die sich als aktive Mitglieder abgemeldet hatten, zu einer Versammlung in Lokal des Gastwirtes Schramm ein. Das Komitee äußerte sich dahingehend, dass es die Ansicht gewonnen hätte, dass in Gleschendorf die Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr sehr wohl durchführbar sei. Als beste Art des Vorgehens empfahl es sich: 1. Das "aktive Corps" müsse sich organisieren 2. Es müsse sich seine Statute geben 3. Es seinen Vorstand wählen 4.Es müsse sich militärisch "einexerciren" Man wolle dadurch erreichen, dass die Dorfschaft sähe, dass die Aktiven ihre Aufgabe ernst nehmen, um dadurch auch die nötige Anzahl von Feuerwehrfreunden zu werben, deren Beiträge dann die eigentliche materielle und finanzielle Existenz des Vereins zu sichern habe. Punkt 2 und 3 wurden in der Versammlung noch erledigt. Als Vorlage dienten die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Ahrensbök, die mit einigen durch die örtlichen Verhältnisse bedingten Änderungen angenommen wurden. Diese Statuten wurden denn entgültig in einer außerordentlichen Generalversammlung am 20. Juni 1883 beraten und verabschiedet.

Auszüge aus Protokollen der folgenden Jahre bis heute
1893
Generalversammlung wird am Gründungstag abgehalten. Auszeichnungen für 10Jahre Mitgliedschaft. Die Wehr hat inden ersten 10 Jahren 28 Brände bekämpft. 46 Gebäude wurden dabei eingeäschert. Aufruf zur Einigkeit. Verbandsfest in Gleschendorf mit Umzug und kameradschaftlichen Beisammensein (dafür wurden 100 L Bier bewilligt).
1897
Bau eines Trockengerüstes für Schläuche.

1903
Verbandsfest anlässlich des 20-jährigen Bestehens. Witt erhält keine Tanzerlaubniss, da er nur 10Mark an die Wehr zahlen will. Ball bei Frank im Saal, auf der Diele und im Zelt. Eintritt 1,50 Mark, pro Znaz 10 Pf. Musik 16 AMnn für 192 Mark. 26 aktive Mitglieder. 70 Feuerwehrfreunde. 6 Einsätze.
1911
Pönitz wird in den Löschbezirk aufgenommen.
1934
Spritzenhauserweiterung. Neuordnung der Feuerwehrsatzung. Feuerlöschhilfe wird auf einem Umkreis von 7,5 km festgesetzt.
1954
4.1 Großeinsatz auf der Ostsee (Sturmflut) vom 12.10 - 23.00 Uhr. Es soll ein Fahrzeug angeschafft werden. Der Plan wird fallen gelassen, da niemand die Bürgschaft für 1000 Mark Anleihe übernehmen will.
1955
Die Wehr erhält ein Auto und baut es selber um. Es wird beschlossen, daß bei der Versammlung keine Zivilpersonen anwesend sein dürfen. 3 Einsätze
1958
75-jähriges Jubiläum. Alle Wehren der Gemeinde und Eutin nehmen teil. Brandübung an der Kirche. Fußball gegen die Liedertafel. Festumzug.
1966
1.Katastropheneinsatz in Lübeck (Hochwasser). Funksprechgeräte werden angeschafft.
1974
Die Wehr veranstaltet ihr erstes Waldfest auf der Wiese am Pastoratholz.
1975
Einsatz des TLF 8 vom 13. - 18.6 beim Waldbrand in Lüchow - Dannenberg (Niedersachsen)
1983
Das 100-jährige Jubiläum wurde eine Woche mit Gottesdienst, Festkommers, Alarmübung, Laternenumzug, Disco - Abend und einem Umzug durchs Dorf gefeiert. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete die Fahnenweihe.


1985
"Machtwechsel" Nach 25 Jahren an der Spitze der Wehr stellt Wehrführer Rolf Speetzen sich nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wird Reinhold Mang.
1986
Hochwassereinsatz Scharbeutz (655 Stunden)
1989
Ölschaden ind er Dorfstraße 3.000 Liter Heizöl sind bei Bauer Dunker ausgelaufen. Letztes Waldfest mit Standort im Wald.
1990
Reinholg Mand wird einstimmig zum Ortswehrführer wiedergewählt. Sein Stellvertreter wird Werner Martens. Erstes Waldfest auf dem Platz im alten Kirchweg.
1990
Die FF Gleschendorf schließt mit der FF Klütz einen Freundschaftsvertrag.

1992
Wehr führte mit dem Fauenchor und dem GTV einen Sylvesterball mit 300 Gästen in der Mehrzweckhalle durch.
1994
Es wurde die Leistungsbewertung zum Ehrenbeil in Bronze abgelegt. Die Prüfung bei einer übung auf dem Hof von Gert Börgers. Bei einem Bahnunfall wurde ein Trecker in zwei teile gerissen. Der Treckerfahrer kam leicht verletzt mit dem Schrecken davon.
1995
In Eigenleistung wird ein Anbau mit Stellplatz für ein Mehrzweckfahrzeug am Gerätehaus angebaut. Das Treppenhaus und der Manschaftraum wurden renoviert.
1996
Reinhold Mang lässt sich nocheinmal zum Ortswehrführer wieder wählen.
1997
Ortswehrführer Reinhold Mang wird zum Gemeindewehrfüherer gewählt. Neuer Ortswehrführer wird Werner Martens, sein Stellvertreter Holger Dehmke. Starke Regenfälle überschwemmen Keller auf der Bargkoppel.
1998
Das Gerätehaus bekommt einen Anbau mit Sozialräumen. Der Anbau wurde in Eigenleistung gebaut. Die Wehr bekommt 18 Meldeenpfänger.
1999
Zum besseren Schutz bei Brandbekämpfung bekommt die Wehr 25 Schutzjacken und 3 Hörsprechganituren. Martin Mang löst Holger Dehmke als Stellertreter ab.
2000
Zur Ölbekämpfung erhält die Wehr einen Ölrüstanhänger der nach eigener Planung gebaut wurde.
2001
Großfeuer. Am Brink brennt die Scheune von ehemals Bauer Witt ab. Wehrführerwahl: Norbert Thode wird Nachfolger von Werner Martens.
2002
Ein Tag der offenen tür wurde durchgeführt. 55 Einsätze in 38 Stunden , durch Hochwasser war die Wehr im ganzen Gemeindegebiet unterwegs um Keller und Flächen zu lenzen. Im Dorf hat es die Bäckerei Peter Möller besonders getroffen. Hier wurden Sandsäcke gestapelt und 15 Std. gepumpt.
2003
Das 120jährige Bestehen wird im kleinen rahmen mit den akt. Kameraden, den Ehrenmitgleidern und der Freundschaftswehr gefeiert. Wohnungsbrand bei Bauer Börgers (bei -10 Grad).
2005
Beim Bahnunglück in Schulendorf mit Pkw mit Pferdeanhänger hatten alle viel Glück und keiner wurde verletzt. Am 24.12 wurden die Kameraden zum Feuer nach Gronberg alarmiert. Beim Eintreffen am Gerätehaus stellte man fest, das vom 23. auf 24. im Gerätehaus eingebrochen wurde. Es fehlten zum Glück nur 20,00€ aus einer Spardose. Alle Wehren wurden beim erstellen des Brandschutzbedarfsplan auf dem Prüfstand gestellt.
2006
Einführung des Feuerwehrverwaltungsprogramm Fox112
2007
Das war ein ereignisreiches Jahr. Durch die Beanstandung der Feuerwehrunfallkasse musste ein Garagenbau den zu kleinen Einstellplatz des Olrüstanhängers ersetzen. Hierbei wurde viel Eigenleistung eingebracht und nebenbei der Umkleideraum erweitet, und zusätzlich noch 30 Spinde selbst angeschafft. Im November wurde aus dem Werk in Gingen ein neues Löschfahrzeug LF 10/6 abgeholt, das ersetzt ein LF 8.

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